Mittfastenmarkt – 1. verkaufsoffener Sonntag

Der Mittfastenmarkt liegt in der Mitte der Fastenzeit, die vom 25. Februar bis zum 11. April geht.

Georgimarkt – 2. verkaufsoffener Sonntag

Der Heilige Georg war ein Märtyrer, der zu Beginn der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian (284-305) gestorben sein soll. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er zum beliebtesten Heiligen des Christentums. In den Ostkirchen wird er als Großmärtyrer und Erzmärtyrer verehrt. Besondere Verbreitung hat die Drachentöter-Legende Georgs gefunden. Mit dem Drachen wird Georg erst ca. 800 Jahre nach der Verbreitung seiner Märtyrer-Legende in der Zeit der Kreuzzüge in Verbindung gebracht. Historische Angaben zu seiner Person sind ungewiss. 1969 wurde Georg aus diesem Grund in einem Reformakt von Papst Paul VI. offiziell aus dem katholischen Heiligenkalender entfernt. 1975 taucht der Name jedoch wieder im Römischen Generalkalender auf. Die Popularität und Verehrung des Heiligen wurde hierdurch kaum berührt. St. Georg zählt zu den 14 Nothelfern, ist Namensgeber von Georgien und der Schutzpatron verschiedener Länder, (Adels-) Familien, Städte und Ritterorden. Der Vorname Georg (und sprachliche Abwandlungen) gehört zu den beliebtesten Vornamen in Europa. Sein Symbol ist das sogenannte Georgskreuz. Das rote Kreuz auf weißem Grund ist in vielen Wappen und Flaggen enthalten. Weitere Heiligenattribute, die neben dem Georgskreuz als Erkennungsmerkmal dienen, sind der Drache, die Lanze sowie seine Darstellung als Ritter und Reiter. Der Märtyrer wird teilweise mit Palmwedel dargestellt.

Michaelimarkt – 3. verkaufsoffener Sonntag

Im Christentum gilt Michael insbesondere als Bezwinger des Teufels in Gestalt des Drachens, sowie als Anführer der himmlischen Heerscharen, die im Osten vor Gottes Thron stehen. Die letzten Worte, die der Satan vor seinem Sturz hörte, sollen „Wer (ist) wie Gott?“ gewesen sein – eine wörtliche Übersetzung des hebräischen Mi-ka-el. Schon früh wird Michael als Hüter des Paradiestores dargestellt.
Daneben spielt Michael eine wichtige Rolle im Totenkult des traditionellen Volksglaubens.
Die christliche Vorstellung vom Hl. Michael wurde vor allem von der Offenbarung des Johannes beeinflusst, aber auch von Gedanken aus dem 1. Buch Henoch und anderen Apokryphen.
Das Christentum betrachtet Michael als einen der vier Erzengel; die anderen sind Gabriel, Raphael und Uriel. Umstritten war unter den Kirchenvätern seine Einordnung in die himmlische Hierarchie.

Der Überlieferung nach hat der Hl. Michael in Konstantinopel den Kaiser Konstantin besucht.
Es gibt mehrere Varianten einer Erscheinung des Hl. Michael im Jahre 490 auf dem Monte Sant’Angelo im Garganogebirge in Apulien. Dort soll ein reicher Viehzüchter mit Namen Gargano seinen weggelaufenen Stier gesucht haben. Er fand den Stier schließlich auf einem Felsvorsprung vor einer Höhle. Weil das Tier von dort nicht mehr wegkommen konnte, wollte er es mit einem Pfeil erlegen. Der Pfeil drehte sich jedoch in der Luft und traf den Schützen, der nur aufgrund der Gebete des Bischofs von Siponto überlebte. Der Erzengel Michael erschien daraufhin dem Bischof und erklärte, dass er dieses Wunder bewirkt habe, damit ihm in dieser Höhle ein Heiligtum errichtet werde. Bis heute ist die Höhle auf dem Monte Sant’Angelo eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Italiens.
Auf die Gebete des Papstes Gregors des Großen (590-604) um Befreiung der Stadt Rom von der Pest soll er mit dem Schwert in der Hand über dem Hadriansmausoleum erschienen sein, worauf der Papst diesem den Namen „Engelsburg“ gab, den das Bauwerk noch heute trägt.
708 zeigte er sich der Legende nach dem Heiligen Aubert, dem Bischof von Avranches (Normandie), worauf die Errichtung des Mont-Saint-Michel zurückgeht.
Der Erzengel Michael wurde – gemeinsam mit anderen Heiligen wie dem Hl. Georg, dem Hl. Sergius oder dem Hl. Mauritius – als Patron der Soldaten und Krieger verehrt. Er gilt als Symbol der ecclesia militans, der wehrhaften Kirche. Wegen dieses Beinamens gilt er im Besonderen auch als Schutzpatron der Fallschirmjäger.
Im Spätmittelalter wurde Michael gemeinsam mit dem Heiligen Georg zum Patron des Rittertums und speziell der ihm geweihten Ritterorden, des Ordre de Saint-Michel (Frankreich, 1469) und des Order of St. Michael and St. George (England, 1818), berufen.

Kathreinsmarkt – 4. verkaufsoffener Sonntag

Katharina – 25. November

Der Gedächtnistag der hl. Katharina von Alexandria wird am 25. November gefeiert.
Die Heilige mit dem zerbrochenen Rad als ikonographischem Symbol gehört zu den „Drei heiligen Madl“, oder den „Drei heiligen Jungfrauen“ (Margareta und Barbara) und zu den Vierzehn Nothelfern. Über ihr Leben ist fast nur Legendarisches bekannt. Sie soll zu Beginn des 4. Jahrhunderts den Märtyrertod gestorben sein, weil sie nicht bereit war, dem Christentum abzuschwören. Die Katharinenverehrung hat besonders bei den Bauern ihren Niederschlag gefunden. Am 25. November endete die Weidezeit und die Schafschur begann. Auf Kathrein erhielten Mägde und Knechte Lohn und konnten ihre Stelle wechseln. Am Abend des Tages fand der Kathreinstanz statt, einer der Höhepunkte des Jahres.

„Sankt Barbara mit dem Turm, Sankt Margreth mit dem Wurm (Drachen), Sankt Kathrein mit dem Radl – das sind die heiligen Madl“ lautete eine weitverbreitete Definition für die drei heiligen Frauen.